Liebesgedicht
~30.04.2026
Liebesgedicht
~30.04.2026
Liebesgedicht, aber du liebst mich nicht.
Liebesgedicht, aber alles aus meiner Sicht.
Schreib dir noch mehr, Zeile für Zeile,
so geht das schon eine ganze Weile.
Liebesgedicht, aber du wirst es nie sehen.
Liebesgedicht, aber du wirst mich nie wählen.
Wie ein Fisch, der leben will – auf dem Land,
als würde ich laufen – gegen eine Wand.
Liebesgedicht, aber wir reden nicht mehr.
Liebesgedicht, aber ich vermisse dich sehr.
Doch wir haben seit Monaten nicht gesprochen,
das letzte Mal gesehen hab ich dich vor Wochen.
Kleiderdiebe
~27.04.2026
Meine Schwestern tragen immer meine Kleidungsstücke.
In meinem Kleiderschrank klafft eine riesige Lücke.
Mein Pulli, meine Hose, mein BH –
ich will, dass es so wird, wie es früher war.
Damals waren sie so klein und ich so groß,
heute bin ich all meine Kleider los.
Ihr ganzer Kleiderschrank besteht aus meinem,
dauert nicht mehr lang, dann hab ich keinen.
Ich muss schleunigst eine Lösung finden,
es kann nicht meine ganze Kleidung verschwinden.
Ich sperre einfach alles in einen Tresor,
vielleicht kommt ein Diebstahl dann nie wieder vor.
Letzter Tag
~24.04.2026
Leb jeden Tag, als ob es dein letzter wär,
dann fällt dir dein Leben nicht mehr so schwer.
Mein Leben ist so kurz, bald hat es ein Ende,
ich will nicht, dass ich Zeit verschwende.
Lachen, wenn ich traurig bin,
nehme alle Emotionen hin.
Was kannst du morgen noch erleben?
Das Leben kann uns so viel geben.
Wieso Zeit verschwenden und nach dem Sinn des Lebens fragen?
Jeder hat doch eh schon sein eigenes Päckchen zu tragen.
Der Leuchtturm
~02.04.2026
Jeden Abend gehen die Lichter an,
damit der Leuchtturm leuchten kann.
Wind und Wasser draußen am Meer,
kein Schiff weit und breit – menschenleer.
Die Schiffe nutzen nun eine andere Route,
doch der Turm leuchtete – Minute um Minute.
Gedankenleer
~25.03.2026
Akku leer, Zeit so schnell,
wieso wird es schon wieder hell?
Müde Augen, kaum geschlafen,
als wir uns das erste Mal trafen.
Keine Worte, Kopf so voll,
weiß gar nicht, was das alles soll.
Ich will reden, bin blockiert,
weil irgendetwas in mir nicht funktioniert.
Angst so groß, hasst du mich?
Kontrollverlust, alles dreht sich um dich.
Ich seh zu dir, du zu mir,
was machen wir eigentlich hier?
Friends?
~25.03.2026
Are we even friends?
Sitting in the back, holding hands,
telling you things I’ve always wanted to say—
why won’t these feelings go away?
You’re the one; it’s always been you.
Together, we went through so much.
You’re the strongest person I’ve ever seen—
why are you only so mean to me?
Die Kerze
~24.03.2026
Ich zündete eine Kerze an.
Hatte sie immer bei mir, egal wo oder wann,
schützte sie vor Sturm und Wind,
wollte, dass mir niemand meine Kerze nimmt.
Ich sah ihr zu, wie sie flackerte mit hellem Licht.
War es dunkel, dann sah ich sie nicht.
Wenn es dunkel war, froh ich sehr,
wenn es hell war, tat ich das nicht mehr.
Ein Sturm kam wie Saus und Braus,
eine Böe war zu stark und blies die Kerze aus.
Ich versuchte alles, doch die Kerze ging nicht an,
doch wenigstens begleitete sie mich eine Zeit lang.
Fake Blondine
~23.03.2026
Drei Wochen lang bin ich Crashout gegangen,
im November hatte es angefangen.
Hab aus Versehen die Falsche angerufen,
musste es halt bei allen versuchen.
Sie war nicht mal blond, sie hat gefärbt,
sie meinte, das hat nie jemand gemerkt.
Ich habe das schon gemerkt, Haare waren grau,
sie trägt oft Pelz, Augenfarbe blau.
Eine Woche lang habe ich gelitten,
bis sich unsere Wege nach einer Woche splitteten.
War meine Schuld, weiß ich schon,
aber sie ging damals ans Telefon.
Aber was lerne ich daraus?
Fake-Blondinen sind der Graus.
Inventions
~16.03.2026
Inventions, Inventions
what are their intentions?
To offer new possibilities?
Or rather responsibilities?
Efficiency, efficiency,
discipline and consistency.
But does that matter, after all
if our mental health is about to fall?
Creativity, creativity
seeing things others don’t see
But what if you run out of it?
And you needed another hit?
Ascencions, ascencions,
moving to new dimensions.
further and further; never get weak!
higher and higher, reaching the peak!
Das Federduell (mit Isolde)
~13.03.2026
„Spieglein, Spieglein an der Wand,
wer ist der beste Dichter im ganzen Land?“,
fragte Hölderlin seinen magischen Spiegel,
denn dieser war ihm so heilig wie die fromme Bibel.
Der Spiegel regte sich, es war spektakulär,
und sagte: „Diese Frage erfreut mich sehr!
Ihr, mein Herr, seid der beste Dichter hier,
doch hinter den sieben Bergen,
in Weimar, bei den sieben Zwergen,
lauern zwei Dichter, die sind viel besser als Ihr!“
Hölderlin war sehr erzürnt,
tobte vor Wut, fühlte sich verhöhnt.
Also stieß er den Spiegel und fluchte laut:
„Wie heißen diese Dichter, die sind wie Unkraut!“
Der Spiegel, verschreckt von Hölderlins Temperament,
antwortete: „Es ist jemand, den Ihr kennt.
Der eine schrieb Faust, der andere Die Räuber,
es sind Goethe und Schiller, die beiden Träumer.“
Hölderlin konnte es einfach nicht glauben,
es machte ihn so wütend – Blut schoss aus seinen Augen.
Er wollte Rache nehmen – hart & kalt,
packte Schwert & Feder und ging in den Wald.
Tagelang streifte er über Berg & Fluss,
doch nach 3 Tagen fand seine Reise einen Schluss.
Er stand vor dem Gartenhaus an der Ilm.
Er schwingt das Schwert – bereit, um Goethe zu killen.
Doch da sprang Schiller aus einem Busch
und weinte, rief: „Geh weg, husch husch!“
Aber dann tauchte Goethe auf,
sagte: „Lass ihn, my Pookie, geh schon mal rauf.
Hölderlin, wir sehen uns wieder, du böser Wicht,
heute Abend am Markt, da stiftet dein dummes Gesicht!“
Hölderlin, im Stolze verletzt,
stimmte zu und ging zuletzt
auf den Weimarer Marktplatz, wartete bis Abend,
und als die Sonne verschwand, kam Goethe, eine Feder tragend.
Er rief: „Seit Jahren warte ich auf dieses Federduell!“
Vielleicht dauert es Jahre oder es geht ganz schnell.
Es schlug zwölf und zwei Gestalten kamen daher,
sie waren zu dritt – die Straßen menschenleer.
Die dritte Gestalt entpuppte sich
als Schiller, der einem Model glich.
Und so begann das Duell der Worte,
Reime flogen wild umher an diesem Orte.
Alle waren ausnahmslos sensationell,
so nahm es kein Ende – das Federduell.
Doch im Morgengrauen stellte Hölderlin fest:
dass ihn sein Reimetalent nach und nach verlässt.
Und so gab er traurigerweise zu:
„Ihr habt mich geschlagen, ich setz’ mich zur Ruh.“
Und legte seine Feder nieder
und hob sie ab da auf nie wieder.
Scheiß KI (nicht beendet)
~11.03.2026
Scheiß KI
Schreiben kann ich so viel ich will, Autorin werde ich nie.
KI hat meinen Traum zerstört.
Vor ein paar Jahren hat er nur mir gehört.
Jetzt ein Klick und der Text ist da,
eine Sache, die vorher anders war.
Bücher, Texte und Gedichte,
all dies macht KI nun zunichte.
Scheiß KI
Malen kann ich kaum so viel ich will, Künstlerin werde ich nie.
Was bleibt von Kreativität überhaupt noch?
Ideen verschlungen von einem Loch.
Endlich Frühling (nicht beendet)
~10.03.2026
Die erste Sonne strahlt mir ins Gesicht.
Ist es jetzt endlich Frühling? Oder nicht?
Ständiges Hin und Her zwischen Schnee und Sonnenschein.
Lass es bitte der letzte Schneefall sein.
Ich hab keine Lust mehr auf Jacken oder Pulliwetter.
Ich bin krank
~08.03.2026
Mein Hals kratzt – mein Kopf tut weh,
ich bin krank und es liegt nicht mal Schnee.
Gerade beim schönsten Frühlingswetter muss ich erkranken,
wegen Bakterien muss ich zum Doktor wanken.
Der sagt: „Du hast einen Virus – du armes Ding!”
Das ist der Grund, wieso ich nach Hause ging.
Ich kann nix riechen oder schmecken,
mir ist so kalt, ich brauche mehr Decken.
Heute schon Tee Nr. 5 getrunken,
mit Wärmelampe – ganz tief in Decken versunken.
2 Staffeln Lucifer in 3 Tagen geschaut,
doch mein Kopf tut weh – alles ist zu laut.
Steine im Weg
~26.02.2026
Ich gehe dir nicht aus dem Weg,
aber wir begegnen uns nicht mehr,
als ob ich dir Steine in den Weg leg’,
doch eigentlich ist er frei und leer.
ÖMILMICHI Disstrack (mit Isolde)
~13.02.2026
Michi & Emil können es nicht glauben,
wie konnten sie sich solche Fehler erlauben?
Michi weint leise, Ömil schimpft herum,
während Caro lacht und denkt: „Mann, sind die dumm!“
Ömil sagt: „Caro, du musst im Unterricht aufpassen!“
Dass ich das kaum mache – darauf kann er sich verlassen.
Genau, wir beide schreiben unsere Gedichte,
leider gehen unsere Noten zunichte.
Gedichte schreiben ist das beste Hobby,
besser als Ömils Ergebnis bei Moby.
Das Gedichteschreiben macht so Spaß,
das merkte ich schon, als ich das erste las!
Ohne Isolde in Berlin
~09.02.2026
Eine Woche ist es her,
ich vermisse die Isolde sehr.
Wie schön wäre es mit Isolde in Berlin gewesen,
jedoch musste sie in Landshut verwesen.
Nach 2 Tagen hatte sie die Gesellschaft von Adrian.
Auch wenn er die Situation nicht besser machen kann,
trotzdem war Isolde stark
und überlebte noch einen weiteren Tag.
„Six seven, six seven”, rief die 10a umher,
solche Dinge verstörten die Isolde sehr.
Die meisten waren in der Alpha-Generation,
hier nicht verrückt zu werden erforderte höchste Konzentration.
Hurricane Harry (nicht beendet)
~21.01.2026
Hurricane Harry stürmt über den Ozean hinweg,
es dauerte nicht lang, bis er Land entdeckt.
Es ist warm an der Ostküste der USA,
das wusste er, weil es Juli war.
Seit hunderten Kilometern war er bereits unterwegs,
aber der Strand war menschenleer bis auf einen Krebs.
Harry brauste mit hohen Wellen auf die Küste zu,
Windböen und Regen folgten ihm nu.
Harry war hunderte Kilometer weit,
doch er sah keinen Menschen weit und breit.
3 Tage schon am Land, die Überschwemmung immer mehr,
die Straßen waren noch immer menschenleer.
Harry wollte doch nur, dass Menschen seine Show sehen,
er beschloss deshalb, einfach weiterzugehen.
1000 Kilometer entfernt hörte klein Toby von dem Hurricane,
Blaulicht (nicht beendet)
~17.01.2026
Lichter aus
Blaulicht an
du setzt dich hin, ich nebenan
Das Lied startet und ich sehe dich an
Ich frage mich, wie man so blind sein kann.
Ovid der Liebesexperte
~12.01.2026
Willst du gute Liebestipps haben?
Dann solltest du den Ovid fragen.
Jahrelang hat er sich die Mühe gemacht,
hat daran gearbeitet – Tag und Nacht.
Tipps für Frauen und Männer, wie sie die große Liebe finden,
und das, ohne dass diese nach Malle verschwinden.
Wie spricht man eine Frau an? Wie redet man mit ihr?
Das und noch mehr findest du hier.
Die Kunst der Liebe oder die Ars Amatoria
war genauso berühmt, wie es Britney war.
Thomas zum Beispiel ist in Marie verliebt.
Ovid sagt: Sing ihr doch einfach ein Liebeslied.
Thomas hat das natürlich sofort gemacht,
und das Liebeslied hat die beiden zusammengebracht.
Ovid ist glücklich, er freut sich für das Paar.
Doch sein Liebesleben war es, was ganz anders aussah.
Er wollte selbst die große Liebe suchen,
doch er fand sie nicht, selbst nach unzähligen Versuchen.
Vielleicht ist sie tot oder sie wurde noch gar nicht geboren,
vielleicht wurde sie auch im Krieg verloren.
Ovid ist sich sicher, eines Tages findet er sie,
vielleicht aber auch einfach nie.
Bindungsangst
~07.12.2025
Ich habe Angst, mich zu binden,
wird diese jemals verschwinden?
Angst vor Beziehung, hätte aber gerne eine,
doch anstatt mich zu trauen, hab ich lieber keine.
Dadurch habe ich Menschen verletzt,
hab paar Mal wen versetzt.
Jedes Mal denke ich, vielleicht bist du der,
aber am Ende fühle ich mich wieder unendlich leer.
Wieso kann ich das besiegen?
Eigentlich muss es doch an mir liegen.
Leben leben (nicht beendet)
~29.05.2025
Leben leben und leben lassen,
wieso müssen sich Menschen immer gegenseitig hassen?
Klar kann jeder seine Differenzen haben,
doch man muss sie nicht immer öffentlich sagen.
Du hast deine Meinung – und ich habe meine.
Klar, es gibt auch Menschen, die haben keine.
Dies zu akzeptieren ist für manche schwer,
dadurch werden die Meinungsverschiedenheiten immer mehr.
Leben leben und Leben leben lassen,
wieso unterteilt man Menschen in Hautfarben oder Rassen?
Jeder ist anders und doch sind wir gleich,
auch das Geld ist egal – ob arm oder reich.
Alle Menschen sind individuell,
egal ob langsam oder schnell.
Diese Individualität macht einen Menschen aus,
vielleicht kommen wir eines Tages aus diesem Denken raus.
Leben leben und leben leben lassen,
man kann sich nicht immer auf andere verlassen.
Vertrauen ist gut, es zu wissen ist besser.
Wenn es gebrochen wird, schneidet es dich wie ein Messer.
Kann man denn irgendwem noch vertrauen
oder in Notsituationen aufeinander bauen?
Am besten man vertraut immer sich selbst,
egal, was du von den anderen hältst.
Leben leben und leben leben lassen,
in manchen Häusern fliegen täglich die Tassen.
Die Brücke
~19.02.2025
Am anderen Ende der Brücke steht sie gegenüber von mir.
Es ist nebelig und kalt, und doch sind wir hier.
Ich gehe drei Schritte auf sie zu.
Sie macht dasselbe, ich sehe ihr dabei zu.
Wir gehen immer weiter, plötzlich stoppt sie ab.
Doch ich gehe weiter, bis ich die Mitte erreicht hab.
Sie steht jetzt noch weiter weg von hier.
Wäre sie weitergegangen, wäre sie jetzt bei mir.
Der Tod steht immer bereit
~13.02.2025
Sicher ist: Du wirst irgendwann sterben.
Heute oder morgen – irgendwann geht jeder ins Verderben.
Irgendwie haben wir alle etwas Angst,
auch wenn du den ganzen Tag Witze darüber machen kannst.
Es wird gut geredet und schön gemacht,
vielleicht wirst du als Nächstes ums Leben gebracht.
Überall und jederzeit –
der Tod ist immer bereit.
Na gut, ich bin noch jung – was soll ich denn sagen?
Du solltest eigentlich meine Großeltern fragen.
Denen steht das Ableben früher oder später bevor,
und nichts bereitet einen darauf vor.
Selbst ich kann morgen unter der Erde liegen,
also kann, auch wenn du jung bist, der Tod über dich siegen.
Überall und jederzeit –
der Tod steht immer bereit.
Vergiftet, erschlagen oder ertrunken
oder mit der Titanic ins Meer gesunken.
Der Tod kommt schneller, als du denkst –
zum Beispiel im Mittelalter, wenn du am Galgen hängst.
Aber meistens warten wir auf den Tod,
selten sterben wir in der Not.
Überall und jederzeit –
der Tod steht immer bereit.
Egal, wie lange du deine Lebenszeit gehabt,
du hast an Glück, Trauer und Gemeinschaft teilgehabt.
Keiner weiß, was danach kommt – nach dem Tod.
Ein langer, heller Tunnel oder irgendwas mit Wein und Brot?
Zusammenhalt im Leben muss wichtig sein,
so ist man auch bei Tod, aber auch Freude, nie allein.
Überall und jederzeit –
der Tod steht für dich bereit.
13 Jahre alt
~01.02.2025
13 Jahre alt, 4748 Tage lebst du schon,
Setz dir deine Krone auf und kletter auf den Thron.
Heute ist dein großer Tag,
Der nur einmal im Jahr vorkommen mag.
Heute bekommst du Geschenke und noch viel mehr,
Über mein Geschenk freust du dich hoffentlich sehr.
13 Jahre alt, 113.880 Stunden lebst du jetzt,
Ab heute gilt für dich ein neues Gesetz.
Du kannst nun einfache Ferienjobs machen:
Babysitten, Nachhilfe geben und viele andere Sachen.
So kannst du endlich dein eigenes Geld verdienen,
Damit kannst du dir Make-up kaufen - oder Honig von den Bienen.
13 Jahre alt, 1,3 Jahrzehnte lebst du heute,
Triffst ab jetzt ganz neue Leute.
Nun kannst du auf Insta und TikTok aktiv sein,
Aber bitte nicht mehr so viel am Handy sitzen daheim.
Ich hoffe, wir verbringen noch ganz viel Zeit miteinander,
Und hoffentlich sind wir - obwohl ihr pubertär seid - nett zueinander.
13 Jahre alt, 677 Wochen lebst du nun,
Du kannst jetzt tun, was Teenager tun:
Auf Partys gehen und ganz viel lachen,
Aber so, dass sich Mama und Papa keine Sorgen machen.
Ich hoffe, du nutzt deine Teenager-Zeit ein Stück, Darum wünsche ich dir zum 13. Geburtstag ganz viel Glück!
Die kleine Ameise und das Harz
~28.01.2025
Eine kleine Ameise
klettert auf einen Baum.
Sie bewegte sich ganz leise,
sie lebte ihren Traum.
Sie wollte schon immer auf einen Baum hinauf,
denn oben waren die leckersten Äpfel drauf.
Plötzlich war dort ein Harzstreifen,
die Ameise rief: „Igitt!“
Sie dachte, jetzt würde sie nie die Spitze des Baums erreichen.
Da sagte die Ameise neben ihr: „Das passiert halt, wenn man in Harz reintritt.“
Die kleine Ameise rief um Hilfe, so laut sie kann,
doch niemand kam an die Ameise heran.
Ein wenig später kam eine Biene vorbei
und fragte, warum sie im Harz steckengeblieben sei.
Die Biene sagte: „Komm, ich helfe dir,
sonst bleibst du noch ewig hier.“
Die Ameise wurde von der Biene befreit,
und das hatte ihr etwas Wichtiges gezeigt:
Manchmal hat jemand, der genauso ist wie du,
nicht die Möglichkeit, dir zu helfen – wie andere es tun.
Arschkarte
~07.11.2024
Arschkarte gezogen,
jahrelang angelogen.
Wieso hast du mich betrogen
und alle mit reingezogen?
Ich würde gerne eine Ameise sein
~12.04.2024
Ameisen sind klein,
Sie wohnen in einem Bau - Tag aus, Tag ein.
Ameisen sind sehr stark,
sie schleppen Blätter den ganzen Tag.
Ich würde gerne eine Ameise sein,
dann bin ich nicht mehr so allein.
Ameisen halten zusammen -
mitgehangen, mitgefangen.
Ameisen unterstützen sich,
da sagt niemand: „Ich mag dich nicht.“
Ich würde gerne eine Ameise sein,
dann wäre niemand mehr gemein.
Ameisen haben keinen Streit,
denn dafür haben sie keine Zeit.
Ameisen leben nur sehr kurz,
sterben aber nie durch einen Sturz.
Ich würde gerne eine Ameise sein,
dann wäre ich auch mal klein.
Ameisen helfen zusammen,
um an tolle Orte zu gelangen.
Ameisen muntern einander auf,
klettern jeden Berg hinauf.
Ich würde gerne eine Ameise sein,
dann würde ich in einer Gemeinschaft sein.
Ameisen müssen auch mal schlafen,
aber keine von ihnen würde schnarchen.
Ameisen haben schöne Träume -
jede Nacht immer wieder neue.
Ich würde gerne eine Ameise sein,
dann schlafe ich auch schnell ein.
Der Bettler
~28.04.2022
Jede Nacht wandert ein Bettler hin und her.
Die Straßen sind kalt und leer
Ich seh ihn jeden Abend von dem Fenster aus.
Ich überlege kurz … soll ich zu ihm raus?
Mutter sagt: „Hilf diesen Menschen nicht!“
Das war aber nur ihre Sicht.
Meine Sicht die war klar,
dass dieser Mensch ein Bettler war.
Seine weiten grauen Sachen.
Was sollte ich nur machen?
Am nächsten Tag komme ich von der Schule heim.
Am Straßenende saß der Bettler ganz allein.
Ich ging zu dem Mann,
und schaute ihn an.
Ich gab ihm meinen Glücksbringer.
Er ließ ihn gleiten durch seine Finger.
Ich sagte: „Der ist für dich!“
Und der Bettler behielt ihn für sich.
Am nächsten Tag schaute ich wieder aus dem Fenster heraus.
Das Wetter war in Saus und Braus.
Dort war nun kein Bettler mehr.
Und das freute mich sehr.